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Er paßt sich problemlos in den individuellen
Alltagsrhythmus ein. Der Bichon frisé ist ein Hund, der auch
problemlos eine gewisse Zeit alleingelassen werden kann. Seine
Abstammung findet der Bichon frisé im Water Spaniel bzw. Barbet.
Daher stammt der Oberbegriff "Barbichon". Zu dieser Gruppe
der Bichons zählen heute die folgenden 5 Rassen: der Bichon
Maltais (Malteser), der Bichon Bolognais (Bologneser),
der Bichon Havanais (Havaneser), der Bichon Ténériffe
(Bichon frisé) sowie das Petit chien lion (Löwchen). Der
Name Ténériffe ist auch heute noch in einigen Rassehundebüchern
anstelle des Namens Bichon frisé zu finden. Er stammt aus der
frühesten Zeit um 1500, als Spanische Segler einige dieser Hunde mit
sich auf die Canarischen Inseln brachten.
Dort wurde er gezüchtet, und an hochstehende
spanische und italienische Persönlichkeiten verkauft. Von dort haben
französische Eindringlinge viele Hunde dieser "neuen" Rasse als
Kriegsbeute mit nach Hause gebracht. 1515 hielt
dann der Bichon frisé unter Francis I (1515-1547) Einzug in
die hochherrschaftlichen Königshäuser. Den Höhepunkt seiner
Popularität erreichte er 1574 unter der Regierung des Henry III (1574-1589).
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Der Bichon frisé, der soviel Anmut und Lieblichkeit an sich hatte,
eroberte im Sturm die Herzen der französischen Damen der
Renaissance. Er wurde von ihnen mit soviel Aufmerksamkeit umgeben,
dass er in jedem Salon der Mittelpunkt war. Er wurde parfümiert,
geschmückt mit Bändchen und Schleifchen. Man drehte ihm Löckchen
ein, kurzum er wurde von allen Seiten verhätschelt. Dadurch kam man
von dem alten Namen Ténériffe ab und nannte ihn Bichon (franz.
verhätscheln: bichonner). Der Zusatzname frisé bedeutet lediglich
"gelockt". |

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Erst im März
1933 wurde ein Standard über diese Rasse geschrieben, und 1 1/2
Jahre später, im Oktober 1934, wurde er erstmalig im Zuchtbuch des
französischen Hundeverbandes aufgeführt. Der Bichon frisé ist eine
franco-belgische Rasse.1956 erst
wurde er nach Amerika gebracht, von wo aus dann 1973 das erste
Zuchtpaar durch amerikanische Einwanderer nach England eingeführt
wurde. Dieses Zuchtpaar hat dann 1974 den ersten Wurf englische
Bichon-frisé-Welpen hervorgebracht. Heute ist die
Zucht dieser Rasse in England sehr verbreitet.
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Die Rasse
gilt als ausgesprochen aufmerksam und wachsam, wobei er aber kein
"Kläffer" ist. Bei Spaziergängen kann der Bichon frisé sehr
ausdauernd sein, benötigt aber keine ausgedehnten Wanderungen, um
sich wohl und ausgelastet zu fühlen.
Pflegen sollte man den Bichon
frisé, in dem man das üppige Haar etwa einmal wöchentlich bürstet
und kämmt. Der jugendliche Hund sollte jedoch alle 1-2 Tage
gebürstet werden, da sein Haar noch recht weich und dünn ist. Die
Augen werden am besten regelmäßig von den Haaren freigeschnitten, da
es sonst zu Reizungen führen kann. |
In
Deutschland ist die Rasse besonders durch den begeisterten Bichon
frisé-Freund Dr. Eduard Möckesch bekannt geworden. Er hat
durch sein Wirken als internationaler Richter die Popularität dieser
Rasse enorm gesteigert. Dr. Möckesch hat uns verlassen, die Bichon
frisé und deren Beliebtheit sind in Deutschland geblieben. Wir
hoffen, daß auch die deutschen Züchter die Rasse verantwortungsvoll
so erhalten, wie sie seit "Urzeiten" gewesen ist.

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