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Cavalier-King-Charles-Spaniel zum Freund der
Kinder prägte auf seinem Bild "Kinder Charles I.". Die Liebe
zu diesen Hunden ging zu Charles I. und II.-Zeiten so weit,
dass die Hunde alle Räumlichkeiten des Palastes betreten
durften, ja sogar der Zugang ins Parlament durfte ihnen nicht
verwehrt werden. Zeitgenössische Berichterstatter schrieben von
unglaublichem Gestank und Schmutz, verursacht durch die Hunde.
Dieses Zutrittsrecht wurde per Gesetz manifestiert und bis heute
nicht widerrufen.
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Obwohl immer
wieder gerne zitiert, ist dies jedoch eher als ein vergessenes
juristisches Relikt anzusehen; denn wie ein erst kürzlich
durchgeführter Versuch einer englischen Züchterin zeigte, wurde ihr
sehr deutlich der Zutritt zum Parlament mit ihrem Cavalier verwehrt.
Mit Einzug der Oranier verschwanden die seidenhaarigen Hunde aus dem
Palast und wurden nur noch von einigen wenigen vornehmen Familien
gezüchtet. 1892 wurde
die Rasse erstmals im Kennel-Club-Zuchtbuch (England) eingetragen.
Aber zu dieser Zeit hatten die Hunde nicht mehr den Typ wie zur Zeit
der Könige Charles. Sie waren kurznasiger geworden. 1926 setzte der
Amerikaner Rosewell Eldridge den für die damalige Zeit unglaublichen
Geldbetrag von 25 engl. Pfund anlässlich der Cruft's Ausstellung
aus, und zwar für den Cavalier-King-Charles-Spaniel alten Typs mit
langer Nase. Der erste Gewinner dieses Preises war "Ferdie of Monham",
geb. am 19. November 1923. |

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Der heute jedoch wohl bekannteste Gewinner dieses Preisgeldes
war "Ann's Son", der diesen Preis dreimal hintereinander (1928, 1929
und 1930) gewann. Er ist auch als Stammvater der heutigen
Cavalier-King-Charles-Spaniel anzusehen und hatte einen ungeheueren
Einfluß auf das Zuchtgeschehen. Im übrigen war "Ann's Son"
neben seiner Karriere als Zuchtrüde noch im hohen Alter
erfolgreich auf Ausstellungen. Mit neun Jahren gewann er die Cruft's und den damit
verbundenen 50 Pfund-Preis und einen Spezialpreis von 15 Pfund. |
Unter der Leitung von Mrs. Pitt
wurde 1928 der Standard der Rasse festgelegt und 1945 wurden
die Cavalier-King-Charles-Spaniels vom Kennel Club dann endlich als
eigene Rasse anerkannt. Heute ist die Rasse in den Händen vieler
ernsthafter und guter Züchter in Deutschland und im Ausland gut
aufgehoben.

Allgemeines
Der
Cavalier-King-Charles-Spaniel gehört mit einem Körpergewicht von 5,5
- ca. 8,5 kg zu den Zwergspanieln. Am Hofe Charles II. erlebte die
Cavalierzucht ihren historischen Höhepunkt, was sich in vielen
Bildern alter Meister widerspiegelt (s. Historie). Diese schon
damals so große Beliebtheit der Rasse - besonders als Begleit-,
Luxus- und Schoßhund der Damen - ist zum größten Teil in seinem
einmalig-freundlichen Wesen und seinem unnachahmlichen Charme zu
suchen, Charaktereigenschaften, die bis in die heutige Zeit das Bild
dieser Rasse prägen!
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Cavalier und Mensch
Der Cavalier
ist trotz seiner geringen Größe ein äußerst robuster und
anpassungsfähiger Hund. Er passt auch in kleinere Wohnungen,
vorausgesetzt, man lässt ihm genügend Gelegenheit, sich bei
Spaziergängen auszutoben. Im Umgang sowohl mit Erwachsenen als auch
Kindern ist er ein immer freundlicher und ausdauernder Partner. Er
ist absolut kinderfreundlich und auf Spaziergängen ein unermüdlicher
Begleiter, bei jedem Wetter! Der Cavalier zeigt keinerlei Neigung
zur Nervosität und ist nicht streitsüchtig.
Die
"üblichen Haustiere" werden von ihm durchaus akzeptiert und im
Umgang mit Hunden - auch anderer Rassen - ist er absolut
unproblematisch. Auch die Erziehung ist selbst für den
"Hundeneuling" problemlos zu bewältigen. Ein gesundes Maß an
Konsequenz und eine klare Linie sind jedoch erforderlich - nicht
immer leicht, wenn er seinen Menschen mit großen, sanften Augen
anschaut.
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Äußeres Erscheinungsbild
Der Cavalier ist ein äußerst eleganter Hund, der aktiv und anmutig
an seiner Umwelt teilnimmt. Sein sanfter Ausdruck ist in Verbindung
mit seinem unnachahmlichen Charme Begründung für den Titel "Cavalier".
Der Cavalier wird in 4 Farben gezüchtet. Man unterscheidet dabei
zwischen Weißträgern (parti-colours) und Ganzfarbigen (whole-colours).
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Weißträger:
Tricolour = Gut verteiltes und gut unterbrochenes
schwarz-weiß mit lohfarbenen Abzeichen über den Augen, an den
Wangen, an der Innenseite der Ohren, an den Innenseite der Läufe und
an der Unterseite der Rute.
Blenheim = Gut aufgebrochene intensiv kastanienrote
Markierungen auf perlweißer Grundfarbe. Die Markierungen am Kopf
sollen die Stirnpartie gleichmäßig aufteilen und zwischen den Ohren
Raum für die so sehr geschätzten "Lozenge-Flecken" (Spots) lassen -
eine einmalige Charakteristik dieser Rasse.
Ganzfarbige:
Black & Tan = Rabenschwarz mit lohfarbenen
Abzeichen über den Augen, an den Wangen, an der Innenseite der
Ohren, an der Brust, an den Läufen und an der Unterseite der Rute.
Die Lohfarbe sollte leuchtend sein.
Ruby = Einfarbig tiefrot.
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Die Pflege
Der Cavalier ist kein pflegeintensiver Hund. Er soll ein natürlicher
Hund sein und bleiben. Man darf den Cavalier weder trimmen noch mit
sonstigen kosmetischen Maßnahmen in seinem Äußeren beeinflussen.
Lediglich das Haarkleid sollte regelmäßig gebürstet werden. Gebadet
wird der Cavalier nur, wenn es unbedingt notwendig ist. Da der
Cavalier bei Schlechtwetterspaziergängen keine Pfütze scheut, ist es
jedoch manchmal nötig, ihn danach von dem Schmutz zu befreien. Dazu
reicht klares Wasser ohne Zusatz irgendwelcher Shampoos. Die meisten
Cavaliere sehen den Tierarzt lediglich zu den jährlichen Impfungen.

Rüde oder Hündin ... und welche Farbe soll es ein?
Immer wieder werden Cavalier-Züchter mit dem Irrglauben
konfrontiert, Hündinnen seien anschmiegsamer und leichter zu
erziehen als Rüden. - Dies trifft beim Cavalier keineswegs zu! Was
Sie an Liebe und Sorge an Ihrem Cavalier "investieren", gibt er
Ihnen hundertfach zurück - unabhängig vom Geschlecht. Wenn Sie also
nicht züchten wollen, dann legen Sie sich nicht auf ein Geschlecht
fest. Besuchen Sie einen oder mehrere Züchter und lassen Sie Ihr
Herz sprechen. Dies wird mit Sicherheit die beste Grundlage für eine
absolute Traumpartnerschaft sein.
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Ähnlich
verhält es sich mit der Farbe. Selbstverständlich ist dies reine
Geschmackssache. Aber wer nicht gerade Gelegenheit hatte, z.B. auf
Ausstellungen alle vier Farben der Cavaliere zu betrachten, der
wird, wenn er sich auf einschlägige Publikationen und die dort
veröffentlichten Bilder verlässt, in den meisten Fällen zu den
Weißträgern tendieren, da diese zugegebenermaßen auf Abbildungen
häufiger zu finden sind. Deshalb der Tipp: wenn möglich - sehen Sie
sich alle 4 Farben in Natura an. |
Züchter und VK helfen Ihnen
da gerne weiter!

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